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Für Chelsea droht der Traum vom ersten Triumph in der Fußball-Champions-League auch 2012 zu platzen. Die Londoner mussten sich am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel in Italien gegen SSC Napoli 1:3 (1:2) geschlagen geben. Real Madrid hat nach einem 1:1 (1:0)-Auswärtsremis gegen ZSKA Moskau gute Chancen, das Viertelfinale zu erreichen. Die Rückspiele finden am 14. März statt.
Trotz Regens glich das San-Paolo-Stadion im völlig fußballverrückten Neapel einem Hexenkessel. Von der Atmosphäre beflügelt stürmte Napoli Richtung Chelsea-Tor, in dem aber mit Petr Cech ein überragender Schlussmann stand. Der Tscheche bewahrte die ohne den am Knie verletzten Kapitän John Terry angetretenen Londoner vor einem frühen Gegentreffer. Chelsea zeigte sich im Abschluss zunächst eiskalt, nach einem Patzer von Napoli-Kapitän Paolo Cannavaro stellte Juan Mata auf 1:0 für die Gäste (27.).
Den Süditalienern gelang noch vor der Pause die Wende. Ezequiel Lavezzi bezwang Cech mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck zum 1:1 (38.). Damit begann beim in der Kritik stehenden Chelsea-Trainer Andre Villas Boas wieder das große Zittern. Schließlich ist seine Truppe in der englischen Premier League mittlerweile aus den ersten vier gerutscht und im FA-Cup muss man nach einem 1:1-Heimremis gegen das zweitklassige Birmingham City in ein Wiederholungsspiel.
Sekunden vor dem Pausenpfiff ging Napoli 2:1 in Führung, Edinson Cavani war aus kurzer Distanz mit der rechten Schulter zur Stelle (45.+1). Nach dem Wechsel erhöhte Chelsea den Druck, Napoli lauerte aber auf Konter. Gegentreffer Nummer drei musste die alles andere als sattelfeste Chelsea-Hintermannschaft in der 65. Minute hinnehmen. Cavani setzte sich gegen David Luiz durch, legte quer und Lavezzi vollendete zum 3:1. Christian Maggio hatte sogar das 4:1 auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber von Ashley Cole auf der Linie abgewehrt.
In Moskau rettete ZSKA gegen Real Madrid mit der letzten Aktion des Spiels ein schmeichelhaftes 1:1-Unentschieden. Nach dem Führungstreffer durch Cristiano Ronaldo (28.) glich Pontus Wernbloom (93.) bei seinem Debüt für die Russen aus. Für die Madrilenen, die Stürmer Karim Benzema verletzt auswechseln mussten, gingen im Luschniki-Stadion zwei Serien zu Ende: Im siebenten Champions-League-Match der Saison ging man erstmals nicht als Sieger vom Platz, zudem musste man das erste Gegentor in einem Auswärtsspiel hinnehmen.
"Es war ein hartes Spiel gegen einen schwierigen Gegner. ZSKA hat nicht viel für die Offensive gemacht, aber trotzdem ein Tor erzielt. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", resümierte Real-Trainer Jose Mourinho. Sein Team hat schließlich alle Trümpfe in der Hand, im Rückspiel im Santiago-Bernabeu-Stadion den Aufstieg ins Viertelfinale zu fixieren. ZSKA-Trainer Leonid Slutsky glaubt an die Sensation: "Mit diesem Ergebnis haben wir im Rückspiel eine Chance."
Am Mittwoch werden die Achtelfinal-Hinspiele mit den Partien zwischen dem FC Basel (Aleksandar Dragovic) und Bayern München (David Alaba) sowie Olympique Marseille und Inter Mailand abgeschlossen.
Der Franzose Alexis Pinturault und die US-Amerikanerin Julia Mancuso haben sich am Dienstag beim Weltcup-Parallel-Bewerb der Alpin-Skifahrer in Moskau durchgesetzt. Pinturault besiegte im Finale den Deutschen Felix Neureuther und feierte den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Bester Österreicher im Herren-Bewerb war Romed Baumann als Vierter.
Bei den Damen stieß die Salzburgerin Michaela Kirchgasser bis in den Endlauf vor, dort musste sie sich Mancuso, die zum siebenten Mal einen Weltcup-Bewerb gewann, geschlagen geben. Für Pinturault und Mancuso gab es jeweils 40.000 Schweizer Franken (33.132 Euro) Preisgeld.
Der Salzburger Marcel Hirscher scheiterte auf der 56 Meter hohen Stahlkonstruktion in der russischen Hauptstadt im Viertelfinale am späteren Sieger Pinturault. Der 22-Jährige fuhr aber für den fünften Endrang 30 Punkte ein und übernahm damit Platz eins im Gesamt-Weltcup. Hirscher führt nun mit 1.055 Punkten vor dem dem verletzten Kroaten Ivica Kostelic (1.043) und dem Schweizer Beat Feuz (1.003), der ebenfalls im Viertelfinale ausschied.
"Ich habe mich ein bisschen reingelegt, und so schnell war es auch schon vorbei", meinte Hirscher zu seinem entscheidenden Fehler in den Duellen mit Pinturault. Wirklich wohl gefühlt hat sich Hirscher beim City-Spektakel, bei dem der Zuschauerzuspruch allerdings nicht sehr groß war, allerdings nicht: "Ich bin mir nicht sehr schnell vorgekommen."
Im November 2009 hatte Hirscher in Moskau einen reinen Promotion-Bewerb ohne Weltcup-Status gewonnen. "Damals war es aber ein normaler Slalom, das liegt mir sicher besser. Diesmal war es ein Riesentorlauf mit einem Torabstand wie im Slalom. Das ist etwas sehr spezielles. Da weiß man überhaupt nicht, wer schnell und wer langsam ist", sagte Hirscher.
Von der Idee der City-Events ist Hirscher wie der überwiegende Teil seiner Kollegen und Kolleginnen angetan. "Uns Athleten taugt es. Wenn es den Zuschauern auch taugt, dann sollte man es beibehalten", so Hirscher, der seinen Start in den beiden Super-G-Bewerben am Freitag und Samstag in Crans Montana weiter offen ließ: "Schauen wir einmal, ich weiß es noch nicht."
Baumann war selbst überrascht, dass er in Moskau bester Österreicher war. Vor allem, weil er sich in Bansko einen riesigen blauen Fleck auf dem Schienbein zugezogen hat und Moskau beinahe auslassen wollte. "Aber zum Glück bin ich gestartet. Ich habe mich richtig wohl gefühlt, es war es geiles Rennen. Danke an meine Physios", freute sich der Tiroler.
Beste ÖSV-Dame war Kirchgasser. "Mir taugt das Duell Frau gegen Frau. Ich finde dieses Format ganz lässig. Ich habe die Starts recht gut erwischt und immer gut den Rhythmus gefunden. Jetzt stehe ich auf dem Stockerl, das ist super", berichtete die Salzburgerin. Teamkollegin Marlies Schild schied im Viertelfinale aus, hat den Moskau-Abstecher aber keinesfalls bereut: "Es hat viel Spaß gemacht, so etwas können wir ruhig öfter machen. Aber normale Bewerbe ersetzt das natürlich nicht."
Kostelic bewies mit seinem Nicht-Antreten in Russland sein Streben nach Fair-Play. Denn der Kroate hätte sich nur an den Start stellen müssen, um als Achtelfinal-Verlierer 15 Punkte einzustreifen. Doch Kostelic verzichtete, davor zog auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel den Hut: "Das war sportlich sehr fair. Kostelic ist ein fairer Bursche, das muss man ihm zugutehalten. Sonst wäre das eher eine Farce gewesen."
Laut der kroatischen Zeitung "Vecernji list" schreitet die Genesung von Kostelic gut voran, sein Comeback in Kranjska Gora (10. und 11. März) scheint so gut wie sicher. Sei Befinden sei viel besser als bei einer ähnlichen Verletzung vor zwei Jahren, sagte sein Arzt gegenüber dem Blatt. Den Umständen entsprechend gehe es Ivica ausgezeichnet. Kostelic sei sogar schon wieder auf Skiern gestanden und habe leichte Fahrversuche auf Schnee unternommen.
György Garics kehrt in die österreichische Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der Bologna-Legionär wurde von Teamchef Marcel Koller für das Testmatch am 29. Februar in Klagenfurt gegen Finnland nominiert. Nach dem 1:5 gegen Spanien am 18. November 2009 war der Rechtsverteidiger von Dietmar Constantini wegen persönlicher Differenzen nicht mehr berücksichtigt worden.
Neben Garics holte Koller auch Christian Gratzei, Guido Burgstaller, Jakob Jantscher, Yasin Pehlivan und Jürgen Säumel neu ins Aufgebot. Dafür verzichtete der Schweizer auf die verletzten Sebastian Prödl, Franz Schiemer und Pascal Grünwald sowie auf Florian Mader, Christopher Drazan und Christopher Trimmel, die er für das Ukraine-Auswärtsspiel im November (1:2) noch einberufen hatte.
Nach dem Wiener Derby ist am Sonntag auch das zweite Spitzenspiel des Wochenendes in der Fußball-Bundesliga torlos zu Ende gegangen. Vizemeister Red Bull Salzburg und Meister Sturm Graz zeigten beim 0:0 vor 5.500 Zuschauern zumindest eine etwas ansehnlichere Partie mit einigen Torszenen, bleiben in der Tabelle aber drei Punkte hinter Leader Rapid auf den Rängen vier und fünf.
Die Salzburger waren bemüht, die 0:4-Schmach in der Europa League gegen Metalist Charkiw vergessen zu machen. Allein es blieb beim Versuch. Ein Spielfluss kam bei Regen kaum zustande. Die Salzburger sind in der Liga zwar zu Hause weiter ungeschlagen, haben in elf Heimspielen aber bereits sechsmal Remis gespielt. Sturm ist auswärts in dieser Saison weiter sieglos. In Salzburg haben die Schwarz-Weißen seit fast zehn Jahren in 19 Versuchen nicht mehr gewonnen.
Salzburg-Trainer Ricardo Moniz ließ nach der Pleite gegen Charkiw Simon Cziommer, Gonzalo Zarate und Leonardo auf der Bank. Dazu fehlten Christoph Leitgeb, Franz Schiemer und David Mendez verletzt. Neuerwerbung Cristiano gab sein Pflichtspieldebüt für die Bullen. Der Brasilianer kam allerdings nicht wie erwartet im Zentrum, sondern links am Flügel zum Einsatz und wurde zur Pause von Landsmann Leonardo ersetzt.
Die Salzburger waren vor der Pause zwar feldüberlegen, die besseren Gelegenheiten hatte aber Sturm. Ein Schuss von Darko Bodul wurde abgeblockt (17.), einen weiteren von Christian Klem nach Vorarbeit von Patrick Wolf parierte Salzburg-Keeper Alexander Walke (35.). Unmittelbar nach Seitenwechsel musste Walke auch noch bei einem Szabics-Volley aus kurzer Distanz retten (46.).
Bodul zeigte auch nach Seitenwechsel eine starke Leistung. Der 22-Jährige fand nach einem Dribbling aber erneut im überragenden Walke seinen Meister (62.). Auf der Gegenseite zählte ein Kopftor des eingewechselten Zarate nicht, weil der Ball vor Jantschers Flanke bereits über der Toroutlinie war (84.). Einen Versuch von Stefan Maierhofer lenkte Silvije Cavlina zur Ecke (86.), einen letzten Schuss von Jantscher bändigte der Kroate ebenfalls (90.).
Martin Koch hat beim Weltcup-Skifliegen in Oberstdorf seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholt. Der Kärntner siegte am Samstag nach Sprüngen auf 218 und 221,5 Meter mit einem Vorsprung von 10,2 Punkten auf den Japaner Daiki Ito. Dritter wurde der Schweizer Simon Ammann. Der um den Gesamtweltcup kämpfende Gregor Schlierenzauer fiel in der Entscheidung vom dritten auf den siebenten Rang zurück.
In der Weltcup-Gesamtwertung verkürzte der Tiroler damit den Rückstand auf den führenden Anders Bardal nur auf 44 Zähler, weil der Norweger über den zwölften Platz nicht hinauskam. Der nach 21 Bewerben drittplatzierte Andreas Kofler klassierte sich nach einem stärkeren zweiten Sprung zumindest noch als 19. Drittbester Österreicher war Thomas Morgenstern als 15., David Zauner vervollständigte als 23. das ÖSV-Quintett. Am Sonntag steht im Finale der Team-Tour der Teambewerb auf dem Programm.
Der zum dritten Mal im Skiflug-Weltcup erfolgreiche Koch legte vor 13.000 Zuschauern bereits im ersten Durchgang mit der Höchstweite vor und ließ in der Entscheidung ebenfalls nichts anbrennen. Ito setzte den 30-Jährigen zwar unter Druck, Koch konterte aber mit dem neuerlich weitesten Satz. "Ich bin sehr zufrieden, so einen guten Sprung wie den ersten habe ich noch nie gemacht. Der zweite war auch sensationell, aber den habe ich nicht mehr gesetzt", war der Skiflug-Spezialist dennoch nicht gänzlich zufrieden.
Bei den Titelkämpfen in Norwegen will Koch nämlich ebenfalls von ganz oben lächeln. Daher ortete der Oberstdorf-Liebhaber noch Steigerungsbedarf bei der Landung: "Der Telemark muss her, ich möchte ja nicht bei jedem Skifliegen zwanzig Meter weiter fliegen müssen als die anderen."
Einen gelungenen WM-Test absolvierte auch Schlierenzauer. Obwohl es mit dem Podium nicht klappte, sah sich der Sieger der Vierschanzentournee für Vikersund gut gerüstet. "Es ist mir sehr gut gelungen, im Wettkampf Leistung abzurufen. Ich bin sehr zufrieden. Morgen gibt es mit dem Teamspringen noch mal eine super Übung Richtung Vikersund, dann wird das schon hinhauen", sagte Schlierenzauer, der die WM zu seinem zweiten Saison-Höhepunkt erklärt hatte.
Einen durchwachsenen Bewerb lieferte hingegen erneut Kofler ab. Der Tiroler war nach dem ersten Sprung nur auf Platz 25 gelegen, in der Entscheidung gelang zumindest eine Verbesserung um sechs Ränge. In der Weltcup-Gesamtwertung verlor Kofler trotzdem weiter an Boden und liegt nun 78 Punkte hinter Bardal. Aus dem Dreikampf droht ein Zweikampf zu werden. "Ich bin zufrieden mit dem letzten Sprung, aber einer ist zu wenig", meinte auch Kofler.
In der am Sonntag zu Ende gehenden, mit 100.000 Euro dotierten Team Tour haben die Österreicher die Führung übernommen. War das ÖSV-Team davor als Viertplatzierter 50 Punkte hinter Leader Norwegen gelegen, weist es nun zehn Zähler Vorsprung auf die Skandinavier auf. Für die Teamkonkurrenz wurden von Trainer Alexander Pointner Thomas Morgenstern, Martin Koch, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer nominiert.
Marcel Hirscher hat einmal mehr kühlen Kopf bewahrt. Der 22-jährige Salzburger fuhr am Samstag im Riesentorlauf in Bansko bereits seinen siebenten Saisonsieg ein und machte damit auch viel Boden im Gesamt-Weltcup gut. Hirscher triumphierte in Bulgarien 1,39 Sekunden vor dem Italiener Massimiliano Blardone und dem Sensationsmann aus Vorarlberg: Marcel Mathis.
Der 20-Jährige Mathis legte im Finale Laufbestzeit hin und katapultierte sich vom 26. noch auf den dritten Platz. Das bis dato beste Weltcup-Resultat von Mathis war ein 25. Platz vor eineinhalb Monaten in Adelboden gewesen. Der Halbzeit-Führende Ted Ligety aus den USA fiel nach einem "Steher" auf den 27. Platz zurück, dadurch hat Hirscher Rang eins in der Riesentorlauf-Wertung übernommen.
Hannes Reichelt als 5. und Philipp Schörghofer als 8. rundeten das starke ÖSV-Ergebnis ab. Benjamin Raich schied auf dem Weg in die ersten zehn aus. Vor dem Slalom in Bansko am Sonntag (9 und 12 Uhr/live ORF eins) liegt Hirscher im Gesamt-Weltcup 48 Punkte hinter dem zweitplatzierten Schweizer Beat Feuz und 118 Zähler hinter dem kroatischen Führenden Ivica Kostelic.
Hirscher hat die 25-tägige Rennpause seit seinem Erfolg beim Nacht-Slalom in Schladming perfekt genützt. Zwar war er auch schon im ersten Lauf sehr schnell unterwegs, im unteren Streckenteil verhinderte er aber nur mit allergrößter Mühe und in spektakulärem Stil einen Ausfall. "Das war wirklich extrem knapp. Der Schnee hier ist sehr schnittig und daher unberechenbar. Ich habe bei einem Schwung zu viel Druck bekommen und die Linie verloren. Zum Glück habe ich mich irgendwie gerettet", sagte Hirscher über die Schrecksekunde. Dennoch lag er auf Rang zwei der Zwischenwertung.
Im Finale demonstrierte Hirscher dann eindrucksvoll seine Klasse und Hochform. "Das war vielleicht eine meiner besten Fahrten. Dieser Lauf ist wirklich nach Plan verlaufen", war Hirscher voll und ganz zufrieden.
Neben Hirscher hat am Samstag auch sein Namens- und Team-Kollege Mathis groß aufgezeigt. Der Vorarlberger sprang mit sensationeller Bestzeit im zweiten Durchgang noch aufs Stockerl. Ungläubig den Kopf schüttelnd stand Mathis in der Box des Führenden und sah, wie ein Läufer nach dem anderen an seiner Bestmarke scheiterte. Dabei war Mathis am Freitag noch beim Europacup-Riesentorlauf in Oberjoch/Deutschland als Zweiter erfolgreich im Einsatz gewesen. Die Reise ins ÖSV-Teamquartier in Bansko dauerte dann bis 2 Uhr nachts.
"Wenn man die Chance hat, im Weltcup zu starten, dann muss man die nützen. So eine Reise ist dann nur eine ganz kleine Strapaze", berichtete Mathis. "Im zweiten Durchgang ist mir viel aufgegangen, mit dieser Fahrt bin ich sehr zufrieden", so Mathis. "Es ist unglaublich, echt traumhaft, ich bin einfach nur super happy", erklärte Mathis.
Mit Platz drei in der alpinen Ski-Abfahrt in Krasnaja Poljana/Sotschi hat sich die US-Amerikanerin Lindsey Vonn zwei Rennen vor Schluss dieser Disziplin die kleine Kugel für den Abfahrts-Weltcup gesichert. Der Sieg auf der Olympiastrecke 2014 ging an die Deutsche Maria Höfl-Riesch, die sich mit 0,43 Sekunden Vorsprung auf die steirische Weltmeisterin Elisabeth Görgl und 0,59 auf Vonn durchsetzte.
Nach 51 Läuferinnen und langer Unterbrechung wurde die Abfahrt dann wegen starken Nebels auf der Strecke schließlich abgebrochen. Das Ergebnis zählt aber, da laut FIS-Reglement mehr als 30 Teilnehmerinnen gestartet waren. Für Höfl-Riesch ist es der 22. Weltcupsieg ihrer Karriere, für Vonn das fünfte Abfahrtskristall en suite.
Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig ist am Freitag zu fünf Jahren unbedingter Haft und einer Geldstrafe von 6,6 Mio. Euro verurteilt worden. Ihm wurden schwerer Betrug, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der ehemalige Sportdirektor Heinz Schilcher muss 1,9 Mio. Euro zahlen, der Ex-Sekretär kam mit einer unbedingten Haftstrafe davon.
Neben den drei Hauptbeteiligten wurden die fünf ehemaligen Vorstandsmitglieder zu unbedingten Geldstrafen zwischen 1,3 Mio. und 3,8 Mio. Euro verurteilt, außerdem wurden bedingte Haftstafen zwischen sechs und zwölf Monaten verhängt. Vom Vorwurf der betrügerischen Krida wurden alle freigesprochen.
Nach der Urteilsverkündung zeigte sich Kartnig ungewöhnlich schweigsam und wollte keinen Kommentar abgeben. Die beiden Verteidiger des 60-Jährigen sowie auch der Staatsanwalt legten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Die sieben anderen Angeklagten baten um drei Tage Bedenkzeit.
Kartnig soll laut Staatsanwalt nicht nur die Steuerhinterziehung begangen sondern auch bei den Schwarzeinnahmen und -zahlungen der Drahtzieher gewesen sein. Zu Beginn des Verfahrens war Kartnig noch guter Dinge gewesen. Zur Steuerhinterziehung war er immer geständig, "aber ich habe keinen Betrug gemacht", wie er immer wieder lautstark betonte.
Der ehemalige Sturm-Sekretär hatte Kartnig belastet und angegeben, der damalige Präsident habe angeordnet, Eintrittskarten schwarz zu verkaufen. Dadurch wurden sowohl die Bundesliga als auch der steirische Fußballverband geschädigt, da sie durch die falsche Abrechnung weniger an Abgaben für die einzelnen Spiele erhielten. Doch Kartnig hatte seinerseits die Schuld auf den Sekretär geschoben und gemeint, dieser habe dieses System installiert, er habe es nur weitergeführt.
Den angeklagten ehemaligen Funktionären wurde vorgeworfen, von den Schwarzzahlungen an die Spieler gewusst und nicht rechtzeitig die Zahlungsunfähigkeit des Vereins erkannt zu haben. Ex-Sportdirektor Heinz Schilcher musste sich verantworten, weil er für die Aushandlung der Veträge mit den Fußballern - inklusive Sonderzahlungen, die an der Finanz vorbei getätigt wurden - verantwortlich gemacht wurde.
Das Wiener Fußball-Derby Rapid gegen Austria feiert am Samstag (18.30 Uhr) im Ernst-Happel-Stadion Jubiläum. Rapid geht als Tabellenführer in die 300. Auflage des Schlagers. Salzburg ist gegen Sturm auf Wiedergutmachung nach dem Europacup-Debakel aus. Innsbruck empfängt im Tivoli-Stadion die Admira. Mattersburg will mit Offensive Ried zu Hause knacken. Kapfenberg - Wr. Neustadt wurde abgesagt.
Beim Derby sehen sowohl Rapids Trainer Peter Schöttel als auch sein Austria-Gegenüber Ivica Vastic die aktuellen Stärken beider Teams in der Defensive. Schöttel tut sich mit der Einschätzung des Gegners schwer, nicht nur weil mit Junuzovic und Barazite zwei Leistungsträger den Verein verlassen haben. "Ivo kann ich als Trainer noch nicht so gut einschätzen. Deshalb beschäftige ich mich in der Matchvorbereitung nicht zu sehr mit der Austria, sondern eher mit unseren Stärken", meinte Schöttel. Vastic ist schon ganz heiß auf das Spiel: "Wir sind gut vorbereitet. Jetzt warten wir voller Anspannung, dass es losgeht." Um den jetzigen Austria- und ehemaligen Rapid-Stürmer Roman Kienast macht er sich trotz der zu erwartenden Schmährufe der Rapid-Fans keine Sorgen: "Roman ist Fußballer durch und durch. Wenn er auf dem Platz steht, will er alles geben, egal wer auf der anderen Seite steht."
In Salzburg hängen vor dem Spiel gegen Sturm Graz (Sonntag, 16.00 Uhr) die Köpfe. Das 0:4-Debakel gegen Metalist Charkiw ist nur schwer zu verdauen. Mit einem Sieg gegen Sturm soll wieder Normalität einkehren. Salzburgs Mittelfeldspieler Jakob Jantscher: "Wir haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Zum Glück geht es am Sonntag gleich weiter, und da müssen wir eine Reaktion zeigen." Trainer Moniz will das Abschlusstraining abwarten, um etwaige Personalveränderungen zu entscheiden. Sturm-Graz-Trainer Foda hingegen will auf jeden Fall Änderungen vornehmen. "Ich überlege zwei, drei Umstellungen", gab der Deutsche zu Protokoll. Sturm liegt derzeit drei Punkte hinter Rapid, eine Niederlage bei den noch punktegleichen Salzburgern kann man sich eigentlich nicht leisten.
Sowohl für Wacker Innsbruck als auch für Aufsteiger Admira ist das direkte Duell in Tirol am Samstag (16.00 Uhr) der Aufgalopp in die Frühjahrsmeisterschaft. Weil die eisigen Plätze beider Teams in der Vorwoche keine Partien zuließen, wird es am Tivoli erstmals ernst. Die Trainer, deren Teams durch vier Punkte getrennt sind (Admira als Sechster 28 Punkte, Innsbruck als Siebter 24), hoffen auf einen gelungenen Start.
Der Frühjahrsauftakt der Fußball-Bundesliga ist sowohl Mattersburg als auch Ried misslungen. Am Samstag (18.30 Uhr) lechzen die Teams im direkten Duell nach dem ersten Erfolgserlebnis des Jahres. Mattersburg-Coach Franz Lederer will vor allem in der Offensive ansetzen, um die Rieder zu besiegen: "In der Defensive war es (beim 0:1 gegen Sturm Graz, Anm.) in Ordnung, aber nach vorne ging fast nichts. Wir wissen, dass wir mehr Schmackes in die Offensive legen müssen", betonte Lederer. Gludovatz stapelte wie gewohnt tief und beklagte sich über den Terminplan: "Wir werden versuchen, auf die Witterungsverhältnisse abgestimmt zu spielen, um einen Punkt zu machen. Mit Spielen bei diesen Verhältnissen wird die Marke Fußball beschädigt", meinte Gludovatz.
Der Traum von einem erfolgreichen Europacup-Frühjahr ist für Österreichs Fußball-Vizemeister Red Bull Salzburg praktisch bereits nach dem ersten Auftritt ausgeträumt. Die Salzburger schlitterten am Donnerstag in der Europa League im Hinspiel der Runde der letzten 32 zu Hause gegen Metalist Charkiw in ein 0:4-Debakel.
Die Aufstiegschance ins Achtelfinale ist damit vor dem Rückspiel kommenden Donnerstag in der Ukraine nur noch theoretischer Natur. Das Spiel begann fast mit 0:1. Die Salzburger wurden nach einem katastrophalen Fehler von Innenverteidiger Douglas bereits nach 20 Sekunden kalt erwischt. Einen verunglückten Rückpass des Brasilianers nutze dessen Landsmann Taison zur Führung. Salzburg-Trainer Ricardo Moniz warf bereits Mitte der ersten Hälfte alles nach vorne, brachte mit Stefan Maierhofer für Douglas einen zweiten Stürmer. Das rächte sich in weiteren Gegentoren durch Cristaldo (37., 41.) und Marko Devic (91.).
Salzburg musste auf die ÖFB-Teamspieler Franz Schiemer (Mittelfußprellung) und Christoph Leitgeb (Knieprobleme) verzichten. Stürmer Jonathan Soriano gab sein Pflichtspieldebüt. Der Spanier bekam bereits nach 25 Minuten einen Sturmpartner zur Seite gestellt, weil Moniz den schwachen Douglas mit der Höchststrafe bedachte.
Hatten die Salzburger bis dahin ob des frühen Rückstandes geschockt gewirkt und zahlreiche Ballverluste im Spielaufbau begangen, so verloren sie danach in der Defensive endgültig die Ordnung. Vor der Abwehr mussten die gelernten Offensivkräfte Simon Cziommer und Leonardo agieren. Charkiw sagte Danke. Cristaldo netzte nach Assists von Fininho bzw. Taison zweimal ein.
Nach Seitenwechsel schalteten die Ukrainer, bei denen nur ein gebürtiger Ukrainer, aber dafür neun Südamerikaner in der Startformation standen, einen Gang zurück. Salzburg kam durch Schüsse von Jakob Jantscher (52.) und Simon Cziommer (57.) zumindest zu ersten Chancen. Auf der Gegenseite parierte Bullen-Keeper Alexander Walke einen Kopfball von Papa Gueye (62.). Bei einem Konter gegen den eingewechselten Devic war der Deutsche aber machtlos.
Österreich dürfte damit weiterhin auf einen Achtelfinal-Einzug im Europacup warten müssen. Zuletzt war dieser der Wiener Austria gelungen, die 2005 erst im Viertelfinale des UEFA-Cups an Parma gescheitert war.

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